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"In welchem Sprach-Niveau sollen wir in der heutigen Zeit unsere Werbebriefe schreiben?"
Die Antwort von Prof. Vögele dazu lautet:
Es hat sich praktisch nichts geändert seit unseren ersten Messungen vor
nahezu 30 Jahren. Wenn Sie private Angebote schicken und Ihre
Zielgruppe dem durchschnittlichen Bildungsgrad der Bevölkerung
entspricht, dann schreiben Sie Ihren Werberief im Verständnis der 10 -
14jährigen Schüler. Nicht in deren Ausdrucksweise! Nur in deren
Verständnis. Auf diesem Niveau können Sie mit der höchsten
Reaktionsquote der erwachsenen Gesamtgruppe rechnen. Am besten Sie
lesen diesen Brief ein paar Schülern vor. Wenn sie den Inhalt sofort
verstehen, dann haben Sie das durchschnittliche Schnell-Verständnis
Ihrer gesamten Zielgruppe getroffen.
Im Bereich
Business-to-Business liegt diese Schwelle nur wenig höher: Bei
nicht-akademischen Berufen schreiben Sie im Verständnis der
Auszubildenden (2. - 3. Lehrjahr) dieser Berufsgruppe. Und bei
Akademikern im Verständnis der Studenten (4. - 5. Semester) der betr.
Fachrichtung. Nicht weil die eigentlichen Empfänger Ihrer Angebote nur
diese Sprache verstehen. Die Erklärung ist anders: Frau oder Herr
Doktor XY haben keine Lust, ihre kostbare Zeit mit dem Entziffern
komplizierter Formulierungen in Werbebriefen zu verbringen. Sie
reagieren besser, wenn sie den ungefähren fachlichen Inhalt schon beim
ersten kurzen Überfliegen verstanden haben. Deshalb auch hier: Nur ein
Gedanke pro Satz. Maximal 15 Wörter oder 30 Silben pro Satz. Möglichst
keine Nebensätze.
Quelle: www.voegele.de
Mehr Infos zu der Person "Prof. Vögele" finden Sie
hier.
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