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"Wann sollte man eine Zahl im Werbebrief als Ziffer und wann als Wort schreiben?"

Die Antwort von Prof. Vögele dazu lautet:
Dieses Thema hat uns schon oft beschäftigt und deshalb liegen genug Erkenntnisse vor, basierend auf dem Leseverhalten der Brief-Empfänger. Niemand liest Werbebriefe sofort Zeile für Zeile von oben nach unten. Wir alle überfliegen zuerst eine Briefseite in durchschnittlich 2 Sekunden. Auf diesem Weg bleiben die Augen etwa 10-mal für ca. 2/10 Sek. auf herausragenden Punkten stehen. Diese zehn Fixationen ergeben als Summe eine interessante und positive oder eine negative Motivation für das eigentliche Lesen. Ein- oder zweistellige Ziffern im Brieftext gehören zu diesen ersten Haltepunkten beim Überfliegen. Es sind nicht nur eindeutige Blickfänge. Einfache Ziffern dieser Art scheinen für das Gehirn auch Bild-Elemente zu sein, die es ohne Lese-Aufwand versteht und deshalb sofort aufgreift.

Damit haben wir die Antwort zu Ihrer Frage: Wenn Ihre Zahl eine erfreuliche Botschaft darstellt, schreiben Sie die Zahl in Ziffern. Ihr Empfänger entdeckt diesen Pluspunkt sofort und überträgt ihn schon vor dem Lesen auf den gesamten Brief. Zahlen mit weniger guten Botschaften schreiben sie in Buchstaben, damit sie erst kurze Zeit später, beim eigentlichen Lesen, erkannt werden.

Beispiel:
"Die 10 Vorteile ..." lassen Sie durch Ziffern sofort erkennen und "Die zehn Probleme ..." schreiben sie in Buchstaben als verzögerte Information. So verhalten Sie sich auch im persönlichen Verkaufs-Gespräch: Die guten Nachrichten bringen Sie zuerst.

Quelle: www.voegele.de

Mehr Infos zu der Person "Prof. Vögele" finden Sie hier.

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