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Prof. Vögele's "Tipp der Woche" zur Frage:

"Was hat sich inzwischen geändert an der Bedeutung des 'PS' als formaler Abschluss eines Werbebriefes?"

Die Antwort von Prof. Vögele dazu lautet:
Am reinen Leseverhalten der Werbebrief-Empfänger hat sich in den letzten 30 Jahren praktisch nichts geändert. Nur an dessen Auswirkungen im Bereich Business-to-Business. Die alte Erkenntnis stimmt noch immer: Das "PS" steht am Ende des ersten schnellen Überfliegens einer Briefseite während der bekannten 2 Sekunden. Die Augen fixieren dabei etwa 10 Haltepunkte (Fixationen): Firmen-Logo, Anrede, Headline, Hervorhebungen und Unterschrift. Dieser letzte Haltepunkt am Ende des Blickverlaufes im Brief gehört zu den gut gesicherten Erkenntnissen in der Erforschung des Leseverhaltens.

Ein PS, ein Postscriptum (Nachschrift) gleich nach der Unterschrift platziert, gewinnt deshalb höchste Aufmerksamkeit. Mehr noch, es ist in den meisten Fällen der erste zusammenhängend gelesene Satz des Briefes. Vorausgesetzt das PS umfasst nicht mehr als zwei Zeilen im einseitigen Werbebrief. Beim PS beginnt also das eigentliche LESEN. Es verlockt durch einen besonderen Nutzen zum intensiven Weiterlesen. Besonders bei den vielen Millionen privater Empfänger. Nur gewerbliche Empfänger reagieren inzwischen teilweise anders.

Wer selbst Werbebriefe schreibt, kennt die "PS"-Regel und stuft auch individuell gestaltete Angebote schnell als Massenwerbung ein. Seien Sie bei dieser Zielgruppe sparsamer mit dem PS. Ein kurzer Begleitbrief ohne PS motiviert Geschäftsführer heute oft besser.

Quelle: www.voegele.de

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